HPTN 052: Therapie ist Prävention

Rom, 19.7. 2011

Das Transmissionsrisiko für den HIV-negativen Partner sinkt um 96% wenn der HIV-positive Partner früh, das heißt  bei einer CD4-Zellzahl von 350-550 Zellen/μl, behandelt wird.

Das ist ein weiteres Ergebnis der randomisierten Studie HPTN (HIV Prevention Trials Network) 052 (siehe auch Meldung „Nutzen der frühen Therapie“).  HPTN 052 ist die erste randomisierte Studie, die belegt, dass eine frühe Therapie das Transmissionsrisiko senkt. An der Studie nahmen 1.763 heterosexuelle diskordante Paare (ein Partner HIV-negativ, ein Partner HIV-positiv) in Afrika, Indien, Südamerika, USA und Thailand teil. Die meisten Paare waren heterosexuell.

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Entweder wurde der HIV-positive Partner sofort behandelt (mediane CD4-Zellzahl bei Therapiebeginn 442/μl)  oder entsprechend den lokalen Leitlinien bei ≤250/μl  (mediane CD4-Zellzahl bei Therapiebeginn 225/μl).

Im Beobachtungszeitraum von 1,7 Jahren infizierten sich  insgesamt 39 Personen, davon elf außerhalb der Partnerschaft.

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Die einzige Infektion in der Gruppe mit früher Therapie trat innerhalb des ersten Monats nach Therapiebeginn auf.  Die mediane Viruslast betrug bei der Infektion 2,6 Logstufen, bei den übrigen 27 Transmissionen 4,6 Logstufen.

Die Ergebnisse der Studie wurden parallel im New England Journal publiziert.



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