ECHO und THRIVE: Rilpirivin vergleichbar  wirksam wie Efavirenz

Die gepoolte Analyse der beiden doppelblinden Vergleichsstudien ECHO und THRIVE ergab auch nach 96 Wochen eine vergleichbare Wirksamkeit der beiden einmal täglichen NNRTIs bei therapienaiven Patienten.

In den beiden Phase-III-Studien wurde Rilpivirin (TMC278; RPV) 25 mg QD (n=686) mit Efavirenz (Sustiva®, EFV) 600 mg QD (n=682) verglichen, in ECHO stets in Kombination mit TDF/FTC (Truvada®), dagegen konnte in THRIVE der  Backbone frei gewählt werden. Nach 48 Wochen gab es bereits eine gepoolte Analyse der beiden Studien: RPV war darin EFV nicht unterlegen (ITT <50 Kopien/ml 84% vs. 82%), es gab unter RPV  jedoch häufiger ein virologisches Versagen aufgrund von NNRTI-assoziierten Resistenzmutationen (NNRTI-RAMs), aber dessen Verträglichkeit  war besser. Nach 96 Wochen hatten in beiden Gruppen nach wie vor je 78% der Patienten eine Viruslast von <50 Kopien/ml (ITT). Zwischen Woche 48 und 96 war die Rate des virologischen Versagen wegen NNRTI-RAMs vergleichbar (RPV 6/18 [33%] vs. EFV 4/14[29%]), aber  mehr Patienten mit NNRTI-RAMs entwickelten unter RPV zusätzlich  N(t)RTI-RAMs, (RPV 6/18 [33%] vs. EFV 2/14[14%]).

Unter RPV traten signifikant weniger Nebenwirkungen Grad 2-4 auf (17% vs. 33%; p<0,0001) und weniger Patienten brachen die Studie wegen Nebenwirkungen ab (4% vs. 9%). Das betraf neurologische und psychiatrische Nebenwirkungen (17% vs. 38% und 16% vs. 24%; je p<0,0001), vor allem Schwindel (8% vs. 27%) und abnormale Träume/Albträume (8% vs. 13%). Auch Hautausschläge  waren  signifikant seltener (4% vs. 15%; p<0,0001).   Ein Anstieg der Lipide sowie der GPT waren unter RPV ebenfalls signifikant seltener. Die allermeisten Nebenwirkungen wurden in den ersten 48 Wochen berichtet.

Eine zweite gepoolte Analyse der  Patienten, die RPV (n=550)  und EFV (n=546) zusammen mit TDF/FTC erhielten, bestätigte die Daten aus der Gesamtanalyse. Nach 96 war RPV EFV nach 96 Wochen nicht unterlegen  (<50 Kopien/ml je 77%). Die Auswertung der virologischen Wirksamkeit nach Höhe der Viruslast zu Beginn der Studie ergab für RPV vs. EFV für  ≤100.000 Kopien/ml 83% vs. 80%, für <100.000-500.000  74% vs. 73% und für ≥500.000 Kopien/ml 60% vs. 75%.




DAIG LogoDGI LogoDSTIG LogoPEG Logo

Meldungen

  • Bakteriophagen

    12. Mai 2026: Delta G Avaris GmbH hat Produktionsstandort in Hannover weiter

  • Prostatakarzinom

    12. Mai 2026: Testosteron verbessert sexuelle und körperliche Funktion weiter

  • Harnwegsinfekt

    10. Mai 2026: Was ist besser? Fosfomycin, Nitrofurantoin, Pivmecillinam? weiter

  • Sexualmedizin

    08. Mai 2026: Sexuelle Erregung führt zu „Tunnelblick“ weiter

  • Newletter online

    Jeden Monat akutelle Informationen rund ums Thema HIV und sexuell übertragbare Erkrankungen.

    Für Ärzt_innen, Menschen mit HIV und alle Interessierten.

    Anmeldung hier

  • Long COVID

    07. Mai 2026: Vier Arzneimittel verordnungsfähig weiter

  • Depotpenicillin

    07. Mai 2026: Engpass bis Ende 2026, Ware aus dem Ausland vorhanden weiter

  • Hantavirus

    06. Mai 2026: ECDC schickt Experten an Bord weiter

  • Hygiene

    06. Mai 2026: Welche Maßnahmen schützen vor Krankenhausheimen? weiter

  • Sucht

    06. Mai 2026: Was treibt die problematische Internetnutzung? weiter

  • EUCAST

    05. Mai 2026: Warnung zur Testung von Amphotericin B weiter

  • EUCAST

    05. Mai 2026: Leitfaden Cephalosporine bei S. aureus aktualisiert weiter

  • Hantavirus

    05. Mai 2026: WHO Information und Fälle weiter

  • Haemophilus influenzae

    04. Mai 2026: Protrahierter Ausbruch in Hamburg weiter

  • Tuberkulose

    04. Mai 2026: Point-of-care Diagnose durch Abstrich weiter

  • MAIT: Symposium von Gilead Sciences

    01. Mai 2026: Risiko für Interaktionen verringern weiter

Ältere Meldungen weiter

Diese Website bietet aktuelle Informationen zu HIV/Aids sowie zur HIV/HCV-Koinfektion. Im Mittelpunkt stehen HIV-Test, Symptome und Auswirkungen der HIV-Infektion, Behandlung der HIV-Infektion, HIV-Medikamente mit Nebenwirkungen und Komplikationen, Aids, Hepatitis B und C. Ein Verzeichnis der Ärzte mit Schwerpunkt HIV ergänzt das Angebot.